Gedenken der Linksextremisten

11 01 2009

Heute vor 90 Jahren starben Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht unter tragischen Umständen. Ihre Ermordung ist nicht zu legitimieren, aber sie darf auch nicht den Blick auf die wahren historischen Tatsachen verstellen. Liebknecht und Luxemburg hatten sich vor ihrer einstigen Partei abgewandt, sie waren von der Sozialdemokratie zu den Kommunisten gewechsel, sie hatten sie sogar aktiv aufgebaut. 1919 war die „Ausrufung der Republik“ durch Karl Liebknecht nichts weiter, als der Versuch das Rad der Revolution weiter zu treiben. Statt der Elends des Ersten Weltkriegs das Elend einer sozialistischen Diktatur? Leute wie Ebert und Scheidemann wusste, was sie taten, als sie dazu klar NEIN sagten. Damals wurde die Stabilität auch mit Waffen wieder hergestellt, worauf man heute nicht stolz sein kann. Allerdings waren auch noch andere Zeiten: Nach dem Kaiserreich wusste niemand, wohin sich Deutschland entwickeln würde und die Kommunisten waren nur eine von mehreren Gefahren, die der Republik drohten.
Wie Liebknecht und Luxemburg auf die Republik eingewirkt hätten, wenn sie länger gelebt hätten, aber sicher wären sie keine staatstragenden Politiker mehr geworden oder gegen die Kommunisten agiert, welche die Sozialfaschismusthese propagierten. Wir sollten also aufhören linke Fanatiker zu idealisieren, wenn wir gleichzeitig (und zu Recht) die Kulte an den Gräbern der Altnazis verurteilen.


Aktionen

Information

Kommentieren